Informationen Pseudomonas aeruginosa

25.10.2018

Empfehlung des Umweltbundesamtes vom 13. Juni 2017:
Bereits im Juni 2017 wurde vom Umweltbundesamt eine Empfehlung zu erforderlichen Untersuchungen auf Pseudomonas aeruginosa, zur Risikoeinschätzung und zu Maßnahmen beim Nachweis im Trinkwasser veröffentlicht.

Anlass:
Die Trinkwasser-Verordnung (TrinkwV) regelt die Anforderungen an die Trinkwasserqualität aus mikrobiologischer Sicht. Demnach dürfen im Trinkwasser Krankheitserreger, die durch Wasser über­tragen werden können, nicht in Konzentrationen enthalten sein, die die menschliche Gesundheit schädigen können. Hierzu gehört auch P. aeruginosa, der als wichtiger fakultativ-pathogener Krank­heitserreger gilt, der durch Wasser übertragbar ist. Umfang und Häufigkeit der Untersuchung dieses Parameters werden allerdings nicht über die TrinkwV geregelt. Anlassbezogene Untersuchungen können durch die Gesundheitsämter veranlasst werden.

Vorkommen:
P. aeruginosa ist ein in der Umwelt weit verbreitetes Bakterium, das im feuchten Milieu, assoziiert mit Erde und Wasser, nahezu überall vorkommen kann. Der Eintrag in das Trinkwassersystem kann über kontaminierte Materialien bei Bauarbeiten am Netz oder bei neu errichteten Trinkwasser-Installatio­nen erfolgen. Als fakultativ pathogener Krankheitserreger kann P. aeruginosa zu Infektionen führen. Seine hohe Antibiotikaresistenz macht seine Bekämpfung schwierig, so dass Vorbeugemaßnahmen ergriffen werden müssen, um wasserassoziierte Infektionen möglichst zu vermeiden.

Als potentielle Eintragsquellen müssen u. a. folgende Gesichtspunkte in Betracht gezogen werden:

  • kontaminierte Bauteile (z.B. Wasserzähler)
  • Schmutzeintrag in Bauteile durch unsachgemäße Lagerung von Bauteilen
  • Stagnation vor Nutzungsbeginn
  • Schmierfette
  • Standrohre
  • Hanf u. ä. Dichtungsmaterialien

Empfehlung zur Untersuchung:
Da UBA-Empfehlungen durchaus rechtsverbindlichen Charakter haben, möchten wir Ihnen die Untersuchung auf P. aeruginosa dringend empfehlen! Dies gilt für alle Arbeiten, bei denen es zu einer Leitungsöffnung kommt, z.B. bei neuverlegten Leitungen, aber auch nach Rohrbrüchen. Wir können diese Untersuchungen im Rahmen unserer Akkreditierung für Sie durchführen!

Vermeidung von Kontaminationen:
Eine Kontamination durch P. aeruginosa ist erfahrungsgemäß nur mit hohem Aufwand zu beseitigen, oft erst nach Austausch der kontaminierten Bauteile. Die Vermeidung einer Kontamination muss daher eindeutig im Vordergrund stehen. In Frage kommen technische, organisatorische und personelle Maßnahmen, wie z.B. die konsequente Nutzung von Endkappen auf Rohrleitungen und Armaturen und die Sicherstellung einer hygienisch einwandfreien Arbeitsweise.

Diese Untersuchungen sind enorm wichtig - bitte sprechen Sie uns an - wir werden gerne für Sie tätig! Frau Heike Laub und ihr Team stehen Ihnen gerne unter 0631-8001 7454 zur Verfügung!